
Der Reiz von Gold ist zeitlos. Seit Jahrtausenden ist es ein Symbol des Göttlichen, des Ewigen und des Heiligen. Für den Kunstfotografen und multidisziplinären Künstler Zack Zublena ist Gold mehr als ein Material – es ist ein zentrales Thema einer langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung. Diese Reise, die seine gefeierte Kunstfotografie geprägt hat, führte ihn kürzlich nach Florenz, dem Herzen der Renaissance, um in das traditionelle Handwerk der Blattgoldvergoldung einzutauchen. Seine Ausbildung in der angesehenen Oro e Colore-Werkstatt stellt keinen Neuanfang dar, sondern eine Vertiefung einer tiefgreifenden und sich weiterentwickelnden Beziehung zu einem der am meisten verehrten Elemente der Menschheit.
Zacks Faszination für Gold wurzelt in einer historischen Ehrfurcht, die vor Tausenden von Jahren begann. Die Geschichte des Goldes in der Kunst findet ihren frühesten und kraftvollsten Ausdruck im alten Ägypten, etwa 2600 v. Chr. Für die Ägypter war Gold nicht nur ein Zeichen von Reichtum; es war das „Fleisch der Götter“. Seine unbestechliche Natur und sein strahlender Glanz machten es zum perfekten Medium zur Darstellung von Ewigkeit und Göttlichkeit. Pharaonen wurden auf ihrer Reise ins Jenseits darin eingehüllt, und heilige Gegenstände wurden zu Ehren der Götter in seinen Glanz gehüllt.
Dieses alte Verständnis von Gold als Weg zu einem göttlichen oder ewigen Zustand prägt einen Großteil von Zacks künstlerischer Philosophie. Er betrachtet diese frühe Verwendung nicht als Dekoration, sondern als eine raffinierte Symbolsprache, die etwas von der lebensspendenden Kraft der Sonne und dem Versprechen der Unsterblichkeit einfangen soll. Es ist dieses symbolische Gewicht, diese Verbindung zum Heiligen, die er in seiner fotografischen Arbeit erforscht hat und die er nun durch direkte, praktische Praxis erforscht.
Vom alten Ägypten bis zum Florenz der Renaissance
Die heilige Tradition der Verwendung von Gold in der Kunst verbreitete sich durch alle Zivilisationen und erreichte schließlich im Florenz der Renaissance einen technischen und künstlerischen Höhepunkt. Während das Byzantinische Reich viele Vergoldungstechniken bewahrte, waren es die Florentiner Meister des 14. und 15. Jahrhunderts, die die Kunst der Vergoldung perfektionierten doratura a guazzooder Wasservergoldung. In ihren Händen, traditionelle Blattgoldvergoldung in Florenz wurde zu einer Möglichkeit, religiöse Altarbilder und Ikonen in ein himmlisches Licht zu tauchen. Künstler wie Giotto und Fra Angelico verwendeten goldschimmernde Hintergründe nicht, um die physische Realität abzubilden, sondern um ein Fenster in ein himmlisches Reich, einen Raum außerhalb der Zeit, zu schaffen.
Diese Entwicklung von ägyptischen Bestattungsriten zu florentinischen Altarbildern markiert einen entscheidenden Wandel in der künstlerischen Absicht. Das Gold war nicht mehr nur das Fleisch der Götter , sondern das Licht des Himmels, das auf einer Holztafel offenbar wurde. Es war diese Beherrschung von Licht und Symbolik, die Florenz zum Epizentrum des Kunsthandwerks machte und ein Erbe schuf, das auch Jahrhunderte später noch Künstler wie Zack anzieht.
Praktische Ausbildung bei Oro e Colore
Um sich direkt mit dieser Linie zu verbinden, absolviert Zack eine intensive praktische Ausbildung bei Gold und Farbe, eine renommierte Florentiner Werkstatt, die sich der Bewahrung und Vermittlung traditioneller dekorativer Künste widmet. Hier lernt er unter Anleitung von Meisterhandwerkern den akribischen, disziplinierten Prozess der Wasservergoldung, nicht als abstrakte historische Lektion, sondern als lebendiges, atmendes Handwerk. Bei dieser Erfahrung geht es um mehr als nur den Erwerb einer neuen Fähigkeit; Es ist ein Eintauchen in die physikalischen und philosophischen Dimensionen des Materials, das seit langem im Mittelpunkt seiner Arbeit steht.

Die Florentiner Wasservergoldungsmethode ist eine langsame, anspruchsvolle Kunst, die Geduld und Präzision erfordert. Zacks Ausbildung begann mit der grundlegenden – und wohl kritischsten – Phase: der Oberflächenvorbereitung. Im Gegensatz zur modernen Ölvergoldung, die auf fast jede Oberfläche aufgetragen werden kann, erfordert die traditionelle Wasservergoldung eine Basis aus makellosem Gesso, einer Mischung aus Tierhautleim und Gips. Er lernte, bis zu acht dünne Schichten aufzutragen und jede einzelne zu einem perfekt glatten, glasähnlichen Finish zu schleifen.
Auf dieses Fundament wird eine Schicht Baumstamm aufgetragen. Dieser mit Leim vermischte Spezialton bildet die endgültige Polsterung für das Blattgold und bestimmt entscheidend seinen endgültigen Farbton. Die Farbe des Baumstamms – traditionell Rot, Gelb oder Schwarz – verleiht dem Gold eine subtile Wärme und Tiefe, die mit keiner anderen Methode erreicht werden kann. Für Zack hat diese vorbereitende Arbeit eine neue Wertschätzung für die unsichtbare Arbeit offenbart, die den endgültigen Lichteffekt erzeugt, einen Prozess, den er als eine Form künstlerischer Meditation betrachtet.

Die Atmosphäre im Oro e Colore ist von ruhiger Konzentration geprägt. Die Werkzeuge sind zeitlos: Pinsel aus Fehhaaren für die Spitze des Vergolders, die die unglaublich dünnen Goldschichten anhebt, und polierte Achatsteine zum Polieren. Der Umgang mit 24-Karat-Blattgold, das auf eine Dicke von weniger als einem Mikrometer geschlagen werden kann, ist eine Übung in Kontrolle und Feingefühl. Zack beschreibt die Erfahrung, das Blatt mit seinem eigenen Atem sanft auf den vorbereiteten Baumstamm zu legen, als einen Moment tiefer Verbindung zwischen dem Künstler und dem Material.
Sobald das Gold aufgetragen ist, beginnt der Zauber des Polierens. Durch Reiben der Oberfläche mit einem glatten Achatstein komprimiert der Vergolder das Gold und den darunter liegenden Stein und verwandelt die matte Oberfläche in einen brillanten, spiegelähnlichen Glanz. Es ist dieser Schritt, der das „göttliche“ Licht erzeugt, das für florentinische Meisterwerke charakteristisch ist. Durch diesen körperlich anstrengenden Prozess erlangt Zack ein tiefes Verständnis dafür, wie man Licht und Textur manipuliert, ein Wissen, das direkt in seine umfassendere künstlerische Vision einfließt.

Zacks Arbeit genießt in der Öffentlichkeit seit langem Anerkennung, so schmücken seine Kunstdrucke mit Kunstdrucken die Wände von mehr als 120 David Lloyd Clubs. Seine Erkundungen von Gold in seinen Fotosammlungen, wie z Goldene Seelen, basierten auf einem tiefen konzeptionellen und symbolischen Verständnis. Jetzt bereichert seine praktische Ausbildung in Florenz dieses Verständnis um taktiles, materielles Wissen.
Das Erlernen des disziplinierten Handwerks des Vergoldens verleiht seiner Kunst ein neues Vokabular. Es ist eine Brücke zwischen der Vergänglichkeit der Fotografie – die einen Moment des Lichts einfängt – und der dauerhaften, physischen Präsenz von Gold. Diese direkte Auseinandersetzung mit dem Metall inspiriert ihn bereits zu neuen Wegen für seinen kreativen Ausdruck und führt ihn über die Linse hinaus in den Bereich dreidimensionaler Mixed-Media-Arbeiten.
Eine neue Mixed-Media-Richtung


Der Einfluss seiner Florentiner Ausbildung zeichnet sich bereits in einer neuen künstlerischen Richtung ab. Zack entwickelt derzeit ein Mixed-Media-Stück, das ein skulpturales Löwen-Flachrelief mit echtem 24-Karat-Gold und Blattsilber kombiniert. Dieses Werk stellt eine bedeutende Weiterentwicklung dar und bewegt seine Kunst von der zweidimensionalen Ebene der Fotografie in eine skulpturale Form. Die bei Oro e Colore erlernten Techniken der Gesso-Vorbereitung, des Bole-Auftrags und des Polierens werden alle in diese neue Kreation integriert. Dieses Stück, das sich noch in der Entwicklung befindet und noch nicht Teil einer öffentlich zugänglichen ZZGALLERY-Sammlung ist, signalisiert eine aufregende Verschmelzung seines etablierten fotografischen Auges mit der zeitlosen, greifbaren Kunstfertigkeit der Florentiner Handwerkskunst.
Abschluss
Zack Zublenas Reise nach Florenz ist ein Beweis für das Engagement eines Künstlers für lebenslanges Lernen und die Vertiefung seiner zentralen kreativen Vision. Von der symbolischen Kraft des Goldes im alten Ägypten bis zur technischen Meisterschaft der Renaissance zeichnet er eine historische Linie nach, um seine eigene zeitgenössische Praxis zu bereichern. Dieses Eintauchen in traditionelle Blattgoldvergoldung in Florenz ist keine Abkehr von seiner Arbeit in der Kunstfotografie, sondern eine Erweiterung davon und bietet neue Texturen, Einblicke und Möglichkeiten.
Während er weiterhin die über ZZGALLERY erhältlichen Kunstdrucke der Kunstfotografie erstellt, wird dieses neue, fühlbare Wissen über Gold seine Arbeit zweifellos auf subtile und kraftvolle Weise beeinflussen. Während seiner Zeit bei Oro e Colore knüpft er eine engere Bindung zu dem von ihm gewählten Material und sorgt dafür, dass seine kontinuierliche Erforschung von Gold immer klangvoller, leuchtender und tiefgründiger wird.